Silvester 2009 – Wunderkerzenfotos

January 6th, 2010

Erst einmal ein Frohes Neues Jahr von mir.

Silvester war ich bei Manja zu einem wundervollen Shabu-Shabu eingeladen. Um Mitternacht gingen wir wie üblich nach draußen um ein paar Raketen steigen zu lassen. Ich weiß nicht mehr wer auf die Idee gekommen ist mit Wunderkerzen kleine Botschaften in die Nacht zu schreiben, aber hier ein paar Beispiele inkl. Making-Of:

Happy New Year 2010

Happy New Year 2010

Da das hier ein Fotoblog ist, will ich ein paar Worte zur Entstehung der Aufnahmen verlieren. Ich hatte an dem Abend lediglich meine D700 mit einer 35 mm Festbrennweite dabei. Für mich die perfekte Kombination, wenn ich unkompliziert unterwegs sein möchte.

Wie ihr sehen könnt, sind solche Langzeitaufnahmen auch ohne Stativ möglich. Alle Fotos habe ich mit 3 Sekunden, Blende 4 und ISO 200 belichtet. Die Zeit von 3 Sekunden wählte ich, damit jeder genug Zeit hatte, seinen Buchstaben zu schreiben. Die Aufnahmen wirken nicht verwackelt, weil die Funken der Wunderkerzen ähnlich wie Blitzlich eine kurze Brenndauer haben. Zumindest die Ränder der Buchstaben sind durch diesen Funkenflug scharf gezeichnet. Der Hintergrund und selbst die Personen sind hingegen verwackelt. Meiner Meinung nach löst sich durch diese Unschärfe die Schrift gut vom Hintergrund.

Prosit

Prosit

Wir hatten jedenfalls viel Spaß bei dieser Aktion. Die Aufnahmen kamen völlig ohne Aufwand zustande. Wir haben jeden Schriftzug innerhalb der Brenndauer einer Wunderkerze zustande bekommen. Eine kurze Absprache bzgl. der Buchstabenverteilung und ein gemeinsames Anzünden der Wunderkerzen genügte um einen perfekten Schriftzug zu zeichnen.

Ich hatte die einfachste Aufgabe. Ich habe pro Schriftzug ca. drei Aufnahmen gemacht, um später die Beste auswählen zu können. Nach diesen ca. 10 Sekunden waren die Wunderkerzen dann auch abgebrannt. Die Kameraeinstellungen und meinen Standort habe ich während der Zeit gefunden, in der die anderen sich berieten.

In solchen Aufnahmesituationen empfiehlt es sich, auf manuelle Belichtungssteuerung zu setzen, da die Wunderkerzen jeden Belichtungsmesser verwirren würden. Ich habe zudem auf das Umgebungslicht ohne Wunderkerzen und nicht auf die Kerzen an sich belichtet, weil ich die Umgebung mit einbeziehen wollte.

Weiterhin habe ich auf die ungefähre Entfernung vorfokussiert, um später keine Autofokusüberraschung zu erleben. Seit einiger Zeit experimentiere ich mit der Trennung von Autofokusaktivierung und Auslöser, indem ich die erstere auf die separate AF-ON Taste gelegt habe. Diese Methode hat in solchen Situationen wirklich Vorteile. Ich kann mittels Autofokus fokussieren, wenn ich Zeit dafür habe und muss nicht auf manuelle Fokussierung umstellen, wenn ich den Autofokus nicht mehr gebrauchen kann.

Neujahr!

Neujahr!

Schlussendlich habe ich in der Nachbearbeitung kaum etwas geändert. Die Aufnahmen sind wie immer in RAW geschossen und wurden in Lightroom entwickelt. Ich habe mit einem korrekten Weißabgleich auf den Schnee experimentiert, fand aber, dass den Aufnahmen dadurch die gesamte Stimmung genommen wurde. Als S/W Version sah es ähnlich aus. Der ursprüngliche von der Kamera gewählte warme Weißabgleich transportiert die Stimmung einfach am besten.

Am Ende habe ich die Aufnahmen nur leicht zugeschnitten und in der Tonalität angepasst.

Im Flickr Pool Sparklers sind noch weitere Beispiele zu sehen.

Meine Empfehlung: nachmachen!

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